An Anfang stand die Idee: Auf dem Drahtesel durch Felder und Auen

 

(rom) Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen war der VVV auch Anfang der 90-Jahre des letzten Jahrhunderts. In Gesprächen mit den Verantwortlichen des Turn- und Sportvereins (TSV) entstand die Idee, die Bürger Goddelaus nach den trüben Wintertagen aus den warmen Stuben in den beginnenden Frühling zu locken. 1991 war es dann soweit: Der Startschuss zum ersten Volksradfahren fiel.

 

Bis es soweit war, musste vieles bedacht werden. Wer macht die Veranstaltung publik? Wo kommen die Sitzgelegenheiten und Tische für die Bewirtung der Besucher her? Wer kümmert sich um Beschaffung und Zubereitung von Speisen und Getränken? Wer sucht die Wegstrecken aus? Wer stellt die Streckenposten? Wer beschafft Sachspenden für die Tombola? Nur einige der Fragen, die es zu lösen galt.

 

Die Kooperation mit dem TSV funktionierte. Von Jahr zu Jahr wurde es aufgrund der gemachten Erfahrungen einfacher, eine Veranstaltung dieser Größenordnung gemeinsam zu organisieren. Das Volksradfahren ist ein jährlich wiederkehrender Beweis für erfolgreiche Zusammenarbeit von Goddelauer Vereinen. Immerhin konnte im Jahr 2015 schon das 25-jährige Jubiläum gefeiert werden.

 

Als Freiluftveranstaltung "lebt" das Volksradfahren natürlich sehr vom Wetter. Die Zahl der Teilnehmer steigt von knapp 200 auf weit über 400, wenn die Sonne vom Himmel strahlt. Gewählt werden kann eine kurze oder eine längere Strecke. 

Das Besucherinteresse wird gefördert durch attraktive Preise aus der Tombola, die alljährlich von Sponsoren zur Verfügung gestellt werden. Die Anmeldung zum Start ist gleichzeitig das Ticket für die Verlosung, die nach Absolvierung der Strecke durch den zuletzt ins Ziel gelangten Radler einen der Höhepunkte des Tages darstellt.

 

Volksradfahren 2018 / 2019

Berichte und Bilder zu diesen Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage des TSV Goddelau, der gemeinsam mit uns seit 1991 die jährlichen Frühjahrsradtouren organisiert. 

Weiteres unter  www.tsv-goddelau.de  auf der Seite "Veranstaltungen"

27. Volksradfahren am 30. April 2017

Zeitungsbericht im „Ried-Echo“ vom 02.05.2017

Autorin Lotte Schüler (üle)

 

Fast 400 Besucher nehmen beim Volksradfahren entlang des Rheins teil


GODDELAU - Strahlendes Wetter und die Aussicht auf gesellige Stunden brachte fast vierhundert Radler auf die Piste beim Volksradfahren. An diesem letzten Aprilsonntag feierten die Bürger Riedstadts im Zeichen der „V“. Der Verkehrs und Verschönerungsverein (VVV) und der Turn und Sportverein (TSV) hatten eingeladen zum Volksradfahren. Fast 400 Teilnehmer, viel Sonne und vorbildliche Organisation sorgten für vergnügte Gesichter. Und bei den Zwischenstopps wurde schnell aus der Radtour ein Volksfest.

 

Schon vor dem offiziellen Beginn um 9.30 Uhr waren die ersten Radler am Start. Sie wurden empfangen von Rosi John vom Vorstand des VVV, entrichteten ihre Startgebühr und erhielten Button und eine Teilnehmerkarte für die Tombola. Danach stand der Fahrt durch das Ried nichts mehr im Wege.

 

Entlang des Hochwasserdamms führte die Strecke die Radler sieben Kilometer bis zum ersten Streckenpunkt kurz hinter Stockstadt. Hier wurden Karten gestempelt und Elke Halla und Michaela Pellegrini versorgten durstige Radler mit Getränken. Und hier wurde zum ersten Mal auf das Geburtstagskind Uschi Loftin angestoßen. Die war mit dem Wunsch angetreten, das ihre „Happy Birthday Gruppe“ als größte Gruppe in die Geschichte des Volksradfahrens 2017 eingehen möge.

 

Doch noch lagen ein paar Kilometer vor den Radlern. Jörg Pomeranz vom VVV hatte die Strecken vorbereitet und mit grünen Pfeilen markiert. So wussten die Kurzstrecken-Fahrer, dass ihre Fahrt über Crumstadt und Philippshospital bis zum dritten Streckenpunkt und weiteren Erfrischungen führte. Die Langstrecken-Radler folgten dem Rheindamm vorbei an Biebesheim und Gernsheim bis nach Groß-Rohrheim und dem zweiten Streckenpunkt.

 

Dann führte der Weg in großem Bogen über Allmendfeld bis Crumstadt. Hier trafen sich Kurz- und Langstrecken-Radler und beendeten ihre 20 oder 40 Kilometer am Sportplatz. Dort bruzzelten inzwischen die Würstchen, eine große Kuchentheke stand bereit und es gab Ehrungen für die größte Gruppe, den jeweils ältesten und jüngsten Teilnehmer.

 

Am Ende blickten die Veranstalter zufrieden auf die Bilanz des Tages. Es fuhren 372 Teilnehmer, darunter 49 Kinder. Als älteste Teilnehmerin fuhr die fünfundachzigjährige Irene Hersch, jüngster Teilnehmer war der vierjährige Tom Spengler. Und Uschi Loftins Geburtstagswunsch war in Erfüllung gegangen. Ihre Gruppe war mit 72 Teilnehmern eindeutig die größte Gruppe des Tages. 

 

Zeitliches Limit war nicht vorgegeben, und neben dem Radeln durch das frühlingshafte Ried war es vor allem ein geselliges Ereignis. Gruppen jugendlicher Radfahren hatten zur Unterhaltung mobile Disko-Beschallung mitgebracht, die Älteren beschränkten sich auf traditionelle Unterhaltung. Familien mit Kindern waren unterwegs, dazu gehörte auch der elfjährig Sven. Er erzählte, er nähme an dem Volksradfahren teil seit er vier Jahre alt war.

 

Neben der Geburtstagsgruppe fuhr je eine Gruppe für den TSV, für den Tauchclub und die Herzsportgruppe. Der Skiklub war mit ihrem Vorsitzenden Dirk Schlörit und zehn Teilnehmern angetreten. Die nutzten gerne das Angebot, auch außerhalb der Skisaison Beine und Kreislauf zu trainieren.

Bilder vom 27. Volksradfahren 2017