Die Geschichte des Weihnachtmarktes

Text: Rolf Mayer 

Im Herbst 1982 entschloss sich der damalige Vorstand des VVV, mit einem Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz in Goddelau neue Akzente im örtlichen Veranstaltungskalender zu setzen. Seinerzeit dachte wohl keiner der Organisatoren ernsthaft daran, dass dieser Weihnachtsmarkt nun mittlerweile seit über 35 Jahren zu den besonderen Ereignissen im Goddelauer Ortsgeschehen werden könnte.   

 

In aller Eile zimmerten 1982 die Spezialisten für Holzarbeiten im Verein, Wilhelm Altendorf, Michael Hill, Georg Kraft, Philipp Schaffner und Hans Weinberger insgesamt 5 Hütten in den Betriebsräumen der Schreinerei Schaffner für den ersten Weihnachtsmarkt des VVV zusammen. Diese ersten Verkaufsstände überdauerten übrigens bis heute alle manchmal doch sehr unsanften Auf- und Abbauten. Zum 30-jährigen Jubiläum haben die Hütten die Namen der Erbauer erhalten. 

 

Anfangs beschränkte sich das Angebot beim Weihnachtsmarkt auf Glühwein, Bratwurst und Steaks sowie den Verkauf von Bastelarbeiten wie beispielsweise Vogelhäuschen. Zeitweilig wurden auch Weihnachtsbäume angeboten.

 

Angespornt durch die sehr positive Resonanz aus der Bevölkerung erweiterte der VVV im Laufe der folgenden Jahre sein Hüttenkontingent und machte damit die Ausweitung des Weihnachtsmarktes möglich. Der Markt öffnete sich nach und nach auch für örtliche Vereine und Organisationen, die ihren Etat mit dem Verkauf einer Vielfalt von eigenen Erzeugnissen aufbesserten.

 

 Grundgedanke des VVV als Organisator des Weihnachtsmarktes war von Anbeginn an, den Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken nach Ausgleich der Ausgaben förderungswürdigen sozialen Einrichtungen zukommen zu lassen. In diese Spenden flossen in den Folgejahren bis heute auch die von den Marktbetreibern an den VVV abgeführten Standgelder ein.  

 

Über viele Jahre hinweg war der Rathausplatz Standort der Weihnachtsmärkte.  Bedingt durch den Umbau und die Erweiterung des Rathauses war im Jahr 2000 der Umzug des Weihnachtsmarktes auf das Gelände rund um das Büchnerhaus und entlang der Weidstraße erforderlich.

36. Weihnachtsmarkt des VVV am 09. Dezember 2017

Quelle: Ried-Echo vom 12.12.2017/Autorin Lotte Schüler

 

GODDELAU - Was ist eigentlich das Schönste bei einem Weihnachtsmarkt? Sind es die stimmungsvoll beleuchteten Verkaufsbuden, die eine kuschelige Atmosphäre in dunkle Abende zaubern? Davon waren am Samstag 18 Stück aufgebaut, berichtete Dieter Knebel, Vorsitzender des VVV und Organisator des Weihnachtsmarktes rund ums Büchnerhaus.

Oder sind es die traditionellen Weihnachtslieder, die den besonderen Charme ausmachen? Für diese Klänge war schon zum 31. Mal der evangelische Posaunenchor Stockstadt zuständig. „Ihr seid eine Institution“, kommentierte Knebel die Tradition.

Vielleicht sind es aber auch die vielen lecker duftenden Spezialitäten, die zu den Anziehungspunkten gehören. Auch davon gab es reichlich und mit internationalem Flair. Natürlich durfte die deutsche Bratwurst nicht fehlen, dazu französische Crêpes und südamerikanisches Chili. An Töpfen und Pfannen standen Vereinsmitglieder des VVV.

 

Der Erlös solle der Vereinsarbeit dienen und einer sozialen Einrichtung im Kreis gespendet werden. Welche, das war noch nicht klar, berichtete der Vorsitzende. Das ungarische Langosch wurde in diesem Jahr nicht von den Fußballfrauen serviert. Eine Gruppe befreundeter Frauen hatte die Tradition übernommen. Der Erlös, so Antje Zielinski und Johanna Dalheimer, sei für eine gemeinsame Reise gedacht und für den Zusammenhalt.

Tatkräftige Unterstützung der Flüchtlingshilfe

Die Flüchtlingshilfe Riedstadt hatte mit Falafel und verschiedenen Soßen einen Beitrag aus orientalischen Regionen mitgebracht. Schon beim Aufbau der Holzbuden des VVV waren die Männer aus Syrien aktiv. Da einige Vereinsmitglieder wegen Krankheit ausgefallen waren, war diese Manpower unverzichtbar – „volle Integration!“ lobte Knebel das Engagement.

 

Eine der heißbegehrten Zutaten eines Weihnachtsmarktes ist auch der Glühwein, der inzwischen in vielen Varianten zu haben ist. Fröhliche Damen vom VVV schenkten das wärmende Getränk aus, auch in alkoholfreier Version als Kinderpunsch. „Früher hatten wir das Glühwein-Monopol“, erzählte Elke Halla fröhlich. „Heute gibt es weniger Stress.“ Das war die positive Seite von vielen weiteren Anbietern, zu denen auch die Fußballer gehören. Die boten mit ihrer Partymusik am Stand eher ein Kontrastprogramm zu den besinnlichen Weihnachtsklängen, und verteilten neben Glühwein auch geile Nüsse (Nusslikör) statt Elfmeter.

 

Auch eine Auswahl an kleinen Geschenken macht einen Markt attraktiv. Dazu gab es am Stand der Vitos-Kliniken Selbstgebasteltes. Echte Raritäten konnten Besucher in den Räumen der Kunstgalerie entdecken. 60 Kisten mit gespendeten Büchern hatten Rotraud Pöllmann und Helfer aufgebaut. Da waren sogar Originalausgaben von Autoren wie Bergengrün und Ury dabei, die so manches Sammlerherz höher schlagen ließen.

Weihnachtsmann als Höhepunkt

Für die Kinder jedoch gehört ohne Zweifel der Auftritt des Weihnachtsmanns zu den Höhepunkten. Zuvor konnten sie sich bei Vivian und Virginia mit winterlichen Motiven schminken lassen. Und mit einem gemeinsam gesungenen „Lasst uns froh und munter sein“ begann die heiß ersehnte Geschenkparade. Die sechsjährige Mia-Lee hatte im Kindergarten ein ganz langes Gedicht gelernt: „Aus dem klitzekleinen Haus, schaut der Nikolaus heraus“, begann sie und entlockte dem Mann ein besonderes Lob und dazu sein Konterfei aus Schokolade zusammen mit einem Ausstechförmchen.

 

Dank der Hilfe der beiden Weihnachtsengel Johanna und Althea konnte am Ende jedes Kind mit den Geschenken in der Hand den Abend beschließen. Die Erwachsenen feierten noch weiter, denn schließlich gehört auch die Geselligkeit zu einem der Anziehungspunkte eines Weihnachtsmarktes.

 

Hinweis des VVV: Die in der nachfolgenden Fotogalerie veröffentlichten Bilder stellte freundlicherweise der Fotograf Harald von Haza-Radlitz  zur Verfügung.

Bildergalerie Weihnachtsmarkt 2017 (haza-fotos)

35. Weihnachtsmarkt 2016

Von Lotte Schüler - Ried-ECHO -

 

Für syrische Flüchtlingskinder erster Kontakt mit dem bärtigen Mann rund ums Büchnerhaus

 


Kaum war das fröhliche „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ vom Schülerblasorchester des Musikvereins verklungen, kam auch schon der Weihnachtsmann höchstpersönlich zum 35. Weihnachtsmarkt des Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) in Goddelau. Reich bepackt tauchte er auf im Hof des Büchnerhauses, unterstützt von den Weihnachtsengeln Melina und Johanna. „Ich hab so viel zu tun, da muss ich endlich anfangen“, begrüßte er die Kinder, von denen einige sogar ein Gedicht aufsagen konnten.

 

Besonders große Augen gab es bei all denen, die bislang noch nie den heiligen Mann im roten Mantel gesehen hatten, erzählte er dem Echo. Und einen Schokoladen-Nikolaus hielten viele von ihnen in diesem Jahr zum ersten Mal in ihren Händen. Es waren die Kinder der Flüchtlingsfamilien aus Syrien und anderen Kriegsregionen, die im Ried eine Bleibe gefunden hatten.

 

Die Erwachsenen hatten in diesem Jahr mit ihren Falafel den Markt bereichert, wo schon lange ungarisches Langos und französische Crêpes das kulinarische Angebot international gestalteten. „Wir haben gestern Nacht acht Kilogramm Kichererbsen verarbeitet“, berichtete Gertrud Hefermehl vom Freundeskreis der Flüchtlinge in Riedstadt. Exotisch gewürzt entstanden daraus die beliebten frittierten Bällchen, wahlweise mit Jogurt oder in Fladenbrot serviert. Für den Service waren die Flüchtlinge selbst zuständig, von denen viele dank guter Deutschkenntnisse auch Sonderwünsche erfüllen konnten. Deutschlehrerin Sabine Schweigmann überzeugte sich am Stand persönlich von den sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schützlinge und ließ sich die syrischen Spezialitäten schmecken.

 

Ein paar Informationen gab es von Kassenwart Frank Schrötter – der Vorsitzende Dieter Knebel war gerade in Sachen Weihnachtsmann unterwegs. 20 Buden hatte der Verein vermietet, an Vereine und an Hobby-Künstler. Dazu waren 50 bis 60 Helfer am Vortag aktiv. Und der Reinerlös, so Schrötter, werde in diesem Jahr der Jugendfeuerwehr gespendet. Früher, so Schrötter, konnten sie um 19.30 Uhr mit dem Ende des Marktes rechnen, heute werde bis in die Nacht gefeiert. Und die Goddelauer feiern gerne. Während rund ums Büchnerhaus noch weihnachtliche Klänge für Stimmung sorgten, da begann in der Weidstraße eine Partymeile mit Discomusik und Glühwein am Stand von Alex’ Gymnastiktreff.

 

Zwei Damen vom Pflegepersonal der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hofheim boten selbst Gestricktes, Gehäkeltes und Genähtes an. Das sei alles in den Nachtwachen entstanden, versichern sie. Beim Tagwerk Vitos hatten Behinderte viel Dekoratives aus unterschiedlichen Materialien gebastelt. „Macht sehr viel Spaß“, versichert einer der Teilnehmer und erklärte, wie er die bunten Teller aus Dekopatch herstellte.

 

„Da läuft was“, warben Mitarbeiter der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit. An diesem Advents-Samstag war es die Zuckerwatte-Maschine, die unermüdlich lief. Nebenan verkauften Mitglieder des Fördervereins für das Freibad Kaffee, Muffins und Kuchen. Der Verein wolle das Freibad attraktiver machen, die Attraktivität erhalten und das Bad im Ort behalten, erklärte Corinna Rohmann vom Vorstand.

 

Ruhiger ging es zu in den Räumen des Büchnerhauses. Hier ist das Reich von Rotraud Pöllmann, die an diesem Tag die Türen des Museums öffnete. In den Ausstellungsräumen konnten Leseratten in 60 Bücherkisten stöbern und ein neues Lieblingsbuch erwerben, aus dem reichhaltigen Spendenangebot für den Förderverein. Und so lag auch hier eine typische Win-Win-Situation vor. Der Förderverein erhielt finanzielle Unterstützung zum Erhalt des Büchnerhauses, und die Käufer erwarben günstige Lektüre für lange Winterabende.

Fotogalerie Weihnachtsmarkt 2016

34. Weihnachtsmarkt 2015

Quelle: "Ried-Echo" vom 08. Dezember 2015 

GODDELAU - (üle). Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) hat auch in diesem Jahr Vereine und Hobbykünstler rund ums Büchnerhaus versammelt. In 18 Hütten gab es dort Leckeres, aber auch Hübsches aus eigener Werkstatt.

„Man trifft sich gern im Dorf“, sagte Jörg Pommeranz vom Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) beim Weihnachtsmarktes, den sein Verein auch in diesem Jahr rund um das Büchnerhaus aufgebaut hatte. Am Samstag vor dem zweiten Advent nutzten viele Goddelauer den beliebten Treff. 18 Hütten waren bereits am Freitag aufgestellt worden, sodass Lichterglanz und Glühweinduft am Samstagabend für gemütliche Stimmung sorgten.

Der Evangelische Posaunenchor Stockstadt hatte kurz vor dem Auftritt des Nikolaus’ weihnachtliche Weisen angestimmt. Und als endlich der Mann im rotem Mantel seine Geschenke verteilte, da waren viele Kinderhände zu füllen. Wie Vorstandsmitglied Frank Schrötter beobachtete, bevölkerten in diesem Jahr besonders viele junge Goddelauer den Markt. Da habe wohl auch die Kindereisenbahn gelockt, vermutete er.

Wer bei Advent eher ans Feiern denkt, war bei den aktiven TSV-Fußballern richtig. Discomusik ertönte statt besinnlicher Weisen am Stand, wo Apfel-Glühwein und Cocktails eher für Party- als Weihnachtslaune sorgten.

In der benachbarten Hütte fritierten und belegten die Frauen des FC Hangover Langos, eine ungarische Spezialität. Die Hefefladen fanden reißenden Absatz: 160 der knusprigen Teigstücke füllten an diesem Abend die Mägen der Besucher. Die „verkaterten“ Fußballdamen, aus einer Partylaune heraus als Herausforderung für die aktiven Fußballmänner gedacht, haben sich übrigens inzwischen als Mannschaft etabliert und sind jetzt offizielle Sparte im TSV mit regelmäßigen Trainingszeiten.

Neben Chili con Carne und Pommes mit Bratwurst hatte der VVV Schmalzbrote und Flammkuchen im Angebot. Michael Kattner, Jan Friedrich und Fabian Lust kamen vor allem bei der elsässischen Köstlichkeit kaum nach – und meldeten pünktlich zum offiziellen Marktende auch das Ende ihrer Vorräte.

Dass offiziell Schluss war, bedeutete aber noch längst nicht das Ende der Geselligkeit. Bis Mitternacht werde sicherlich noch weitergefeiert, vermutete Elke Halla. Als neues Vorstandsmitglied habe sie auch erlebt, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen für den Marktsteckte. Darüber habe sie sich früher gar keine Gedanken gemacht.

Auch an die weniger Privilegierten wurde gedacht, die nicht mal eben über den Weihnachtsmarkt schlendern können. Die Tagesförderstätte der Heilpädagogischen Einrichtung im Philippshospital verkaufte selbst gemachte Dekoartikel. Und beim Stand des Eine-Welt-Ladens konnten Besucher nicht nur ungewöhnliche Geschenke und fair gehandelte Lebensmittel erstehen. Sie konnten auch all die unterstützen, die in Ländern der sogenannten Dritten Welt ums Überleben kämpfen.

Traditionell unterstützt der VVV mit dem Reinerlös des Markts Vereine der Region. In diesem Jahr werde das Geld an den Förderverein der Grundschule und die Ortsgruppe des Kinderschutzbunds gespendet, so Kassenwart Frank Schrötter.

Das Angebot an Kunsthandwerk sei kleiner geworden, berichtete der Mann für die Vereinsfinanzen. Er vermute, dass die Künstler Märkte in geschlossenen Räumen bevorzugten. Wer noch ein besonders Geschenk suchte, fand aber auch in diesem Jahr Dekoratives und Praktisches. Nicht zu übersehen waren die Windspiele von Patrick Benecke. Mit bunter Beleuchtung waren sie ein besonderer Hingucker. Weihnachtliche Gestecke, Kunsthandwerk und Geschenkideen stammten aus der Werkstatt von Regina Röhrig.

Goddelau als Büchnerstadt hat den Vorteil, den Hof rund um das Büchnerhaus nutzen zu können. In der Galerie stöberten Bücherfreunde bei einem Flohmarkt des Fördervereins.

 

 

Bildergalerie Weihnachtsmarkt 2015

Weihnachtsmarkt 2014 - Lichterglanz am Büchnerhaus

Pressebericht im "Ried-Echo" vom 10.12.2014 -sös-

„Rund ums Büchnerhaus“ hat der Verkehrs- und Verschönerungsverein am Samstag seinen Weihnachtsmarkt ausgerichtet.

Begleitet von zwei ganz in Weiß gekleideten Weihnachtsengeln stapfte der Nikolaus über den Vorplatz des Büchnerhauses. Schnell war er von Kindern umringt, schließlich hatten sie diesen Moment schon den ganzen Tag herbeigesehnt. Eine kleine Ewigkeit schien zu vergehen, bis er endlich seinen Geschenkesack öffnete und jedem der Kleinen ein kleines Präsent in die ausgestreckten Hände legte. Freudestrahlend rannten die Kinder sogleich davon, um sich gemeinsam mit Eltern, Verwandten und Freunden an der Gabe zu freuen.

Der Besuch des Weihnachtsmanns war am Samstag nicht der einzige Höhepunkt des Weihnachtsmarkts „Rund ums Büchnerhaus“, den der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) organisiert hatte. Auch die Beleuchtung war durchaus ein Hingucker. Sogar die noch unvollendete Büchnerscheune zeigte sich den Weihnachtsmarktbesuchern von ihrer besten Seite und erstrahlte in allen Farben des Polarlichts. Eine bunte Pracht, die sich im vielfältigen Angebot der rund 20 Hütten am Boden spiegelte. Da gab es beispielsweise Dekoartikel aus Holz und Ton für die heimische Wohnung, handgefertigt von den Patienten der Tagesförderstätte der Vitos Heilpädagogischen Einrichtung. Am Stand des Weltladens aus Dornheim konnte man kleine Herzen aus Speckstein und anderes Kunsthandwerk aus Afrika erstehen oder sich über freien Handel informieren.

Richtig gemütlich wird ein Weihnachtsmarkt aber erst durch die musikalische Untermalung. Für die sorgten am Samstag die Bläserklasse der Martin-Niemöller-Schule, das Schülerblasorchester des Musikvereins Goddelau sowie der Posaunenchor aus Stockstadt. Sie alle stimmten das Publikum mit Weihnachts- und Winterliedern auf das Fest der Feste ein. Gleiches galt für die Tanzgruppe „Weedels“, die das Publikum mit einer gelungenen Tanzdarbietung begeisterte.

Für große Gesichter und strahlende Augen, vor allem bei den jüngeren Marktbesuchern, sorgten auch die Geschichten der „Märchentante“, die in einer stillen Ecke vorlas. Noch größer wurden die Augen der Kinder allerdings, als sie die Kindereisenbahn entdeckten, die auf dem Marktgelände ihre Runden zog. Lok, Wagen und Gleise seien eine Leihgabe der Firma Sakku an den Verein, erklärte Ilona Wührer vom VVV im Gespräch mit dem ECHO. Geldspenden, die die beiden Begleiterinnen des Nikolaus gesammelt hatten, und der Erlös aus dem Losverkauf der Tombola „gehen in diesem Jahr an den Förderverein des Freibads Goddelau und das ‚Projekt Kaktus‘ des Sozialpsychiatrischen Vereins Groß-Gerau“, fügte Wührer hinzu.

Wer sich zum Aufwärmen in die Kunstgalerie am Büchnerhaus zurückzog, fühlte sich in eine Bibliothek versetzt. Bücher über Bücher von Goethe bis Nietzsche, von May bis Steinbeck und vieles mehr waren dort zu entdecken und gegen eine kleine Spende an den Förderverein des Büchnerhauses günstig zu erstehen. „Bis Donnerstag haben noch Leute Bücher vorbeigebracht“, freute sich Rotraud Pöllmann vom Förderverein und vertiefte sich sogleich ins Gespräch mit einem jungen Mann, der aus seiner Sicht einen der größten Schätze des Bücherflohmarkts gehoben hatte: eine Originalausgabe von „Die feinen Unterschiede“ des französischen Soziologen Pierre Bourdieu aus dem Jahre 1987.

Fotogalerie Weihnachtsmarkt 2014